Bonolino und die Schwarzen Löcher

Sternen-Zauberwürfel zu gewinnen! Habt Ihr schon einmal ’was von Schwarzen Löchern gehört? Ich meine jetzt keine Löcher, die man sich zuzieht, wenn man im Schweinsgalopp über Feldwege rennt, in den Dreck stürzt und sich an den Knien die Hose aufreißt. Nein, ich meine die Schwarzen Löcher, die durch das Weltall taumeln und alles verschlucken, was ihnen zu nahe kommt. Gruselig gefräßige Gesellen.

Vor Kurzem hatte ich gelesen, dass sich unser gesamtes Universum in einem Schwarzen Loch befinden könnte. Eine faszinierende Vorstellung, nicht wahr? Mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops hatten Forschende eine Vielzahl von Spiralgalaxien vermessen und dabei festgestellt, dass 60 Prozent der Galaxien im Uhrzeigersinn rotieren und die übrigen 40 Prozent dagegen.

„Und daraus schließt man, dass wir in einem Schwarzen Loch sitzen?“, fragte mich MauMau erstaunt, während wir draußen auf meiner Gartenbank saßen und den nächtlichen Sternenhimmel betrachteten.

„Ich kenne mich damit ja auch nicht aus“, antwortete ich, „aber die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen hatten eigentlich erwartet, dass die Drehrichtungen zufällig seien und deshalb ungefähr gleich viele Galaxien in die eine oder andere Richtung rotieren. Daher müsse es einen Grund geben, warum sich die meisten Galaxien in die gleiche Richtung drehen.“

„Aha. Und der wäre?“

„Eine Theorie besagt, dass unser Universum sich dreht und sich im Inneren eines Schwarzen Lochs befindet, das selbst in einem noch größeren Universum steckt. Da wohl die meisten Schwarzen Löcher rotieren, wird vermutet, dass das in ihm steckende Universum dessen Drehrichtung quasi geerbt haben könnte. Und das würde dann auch die Drehrichtung der meisten Galaxien beeinflussen.“

„Dann wäre ein Schwarzes Loch eigentlich gar nicht so gefährlich, wie wir immer gedacht haben? Wenn wir doch vielleicht mitten in einem leben?“ MauMau machte große Augen.

„Wer weiß? Die Theorien gehen sogar noch weiter. Du weißt ja, dass ein Schwarzes Loch ein Ort im Weltall ist, dessen Schwerkraft so stark ist, dass nicht einmal Licht seiner Anziehung entkommen kann.“

„Wie bei einem riesigen Turbostaubsauger?“

Die schwarze Katze MauMau sitzt vor einem lilafarbenem Hintergrund

„So ähnlich. Dessen ‚Staubsaugerbeutel‘ wird allerdings nie geleert. Er läuft auch nie über, wird aber immer schwerer, und im Gegensatz zu richtigen Staubsaugern, zieht er dadurch noch kraftvoller alles aus seiner Umgebung an. Nur ab und zu spuckt er Energie in Form von Strahlung aus. Die stammt aber nicht aus seinem Inneren, sondern aus seinen Randbereichen, noch vor dem sogenannten Ereignishorizont. Stell dir den Ereignishorizont wie eine unsichtbare Linie am Rand eines Brunnens vor – alles, was über seinen Rand rutscht, fällt hinein, kommt nie wieder heraus und bleibt für uns unsichtbar. Und jetzt wird’s noch phantastischer: Es gibt Forschende, die glauben, dass jedes Schwarze Loch ein Tor zu einem neuen Universum sei. Also zu einem Paralleluniversum. Es gäbe aber keinen Rückweg – einmal hindurchgegangen, könnte man nie wieder umkehren. Diese Idee ist aber sehr umstritten.“

„Einbahnstraßen im Universum!“, staunte MauMau. „Könnte diese Passage denn überhaupt jemand überstehen?“

„Nein, einen Sturz in ein Schwarzes Loch würde wohl niemand überleben.“

„Also, wie war das noch mit den Paralleluniversen? Ich dachte, es gäbe nur ein Universum. Und das ist durch den Urknall entstanden“, sagte MauMau.

„Na ja, einige Wissenschaftler behaupten, es hätte den einen Urknall nie gegeben. Sondern nur Schwarze Löcher, in denen sich Materie und Energie wie zu einem Samenkorn konzentrieren, die dann irgendwann explodieren. Und damit neue Universen erschaffen. Sozusagen viele und immer wieder neue Urknalle.“

„Dann knallt es also ständig im Weltall, und neue Universen entstehen? Wie Seifenblasen? Muss wohl ziemlich laut zugehen, da draußen“, sinnierte MauMau.

„Es sind ja nur Theorien. Beweisen kann das bislang niemand“, antwortete ich.

Am nächsten Morgen wusch ich nach dem Frühstück im Spülbecken mein Geschirr ab. Dabei beobachtete ich, wie der Warmwasserstrahl aus dem Wasserhahn zusammen mit dem Spüli Seifenblasen entstehen ließ, die nach kurzer Zeit platzten. Dann entstanden wieder neue Blasen. Zum Glück ploppten sie nur leise, statt zu urknallen. Sonst hätte ich wohl einen Hörschaden bekommen. Dann zog ich den Stöpsel aus dem Spülbecken und schaute dem Seifenwasser und den Essenskrümeln zu, wie sie im Abfluss wie in einem Schwarzen Loch verschwanden. Die würde ich wohl nie wieder sehen. Es sei denn, der Abfluss wäre verstopft oder hätte Schluckauf. Dann kämen die Krümel entweder nicht über den Ereignishorizont hinaus oder mit dem Wasser einfach wieder zurückgeschwommen. Zum Glück war der Abfluss frei. Ob Schwarze Löcher sich verschlucken können? Weiß der Gluckgluck…

Bonolino betrachtet die Seifenblasen und den Strudel in seinem Spülbecken


Weblinks:

GEO.de

Europäische Weltraumorganisation ESASpace for Kids


Sternen-Zauberwürfel zu gewinnen!

Mehrere Sternenzauberwürfel wirbeln um ein Schwarzes LochWie du bestimmt weißt, bin ich ein ganz schön neu- und wissbegieriges Nilpferd. Und daher würde ich gerne von dir erfahren, über welche Sachen du gerne mal etwas lesen würdest. Dann könnte ich versuchen, meine Expeditionen nach deinem Geschmack zu planen. 😃 Zum Mars 🚀, zum Beispiel. Oder zum Mittelpunkt der Erde. Zu den Dinosauriern 🦖🦕! Ich könnte zu den verschiedensten Themen spannende Nachforschungen für dich anstellen. Zähneputzen. Eingewachsene Zehennägel. Nasenwarzen. Abstehende Ohren? Was dir eben so einfällt! Ein paar Stichworte genügen schon. Und wenn du magst, kannst du mir auch sagen, wie alt du bist – musst du aber nicht.

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Einsendeschluss ist der 17. April 2026. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Ich drück dir wieder ganz fest die Daumen!

Dein Bonolino

Das blaue Nilpferd Bonolino lacht und freut sich

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