Bürgerentlastungsgesetz

Seit 1. Januar 2010 sind die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in vollem Umfang steuerlich absetzbar. Ermöglicht wird dies durch das sogenannte Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung.

Bürgerentlastungsgesetz

Steuerlich berücksichtigt werden können die vom Mitglied selbst entrichteten Beiträge abzüglich eventueller Beitragsrückerstattungen. Der vom Steuerpflichtigen geleistete Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung wird um den für das Krankengeld aufgewendeten Beitragsanteil gekürzt. Entsprechend den durchschnittlichen Ausgaben der vergangenen Jahre der gesetzlichen Krankenversicherung für das Krankengeld wurde ein pauschaler Kürzungssatz von 4 % ermittelt.

Daten­über­mitt­lung an die Fi­nanz­be­hör­den

Die Meldung an die Finanzverwaltung erfolgt z. B. durch den Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer, dem gesetzlichen Rentenversicherungsträger für die Rentenbezieher oder eben durch die R+V BKK unter Angabe der Steueridentifikationsnummer. Die von uns für unsere Mitglieder zu erstellenden Meldungen nehmen wir unabhängig von ihrem Versichertenstatus vor.

Folgende Daten werden übermittelt:

  1. Alle im Vorjahr vom Mitglied selbst getragenen:
    • Beiträge zur Krankenversicherung
    • Beiträge zur Pflegeversicherung
  2. Alle im Vorjahr an das Mitglied erstatteten:
    • Beiträge zur Krankenversicherung
    • Beiträge zur Pflegeversicherung
    • Prämienzahlungen für Wahltarife
    • Zahlungen über die Bonusprogramme der R+V BKK (Erwachsene und Kinder)

Über die gemeldeten Beträge erhalten unsere Mitglieder natürlich eine Mitteilung von uns.

Einwilligung zur Datenübermittlung

Wenn Ihre Mitgliedschaft bei der R+V BKK bereits vor dem 1. Januar 2010 bestand und Sie Ihre Beiträge direkt an die R+V BKK zahlen, gilt die Einwilligung zur Datenübermittlung an die Finanzverwaltung grundsätzlich als erteilt. Damit Sie in den Genuss der Steuerersparnis kommen, werden wir die erforderliche Steueridentifikationsnummer direkt beim Bundeszentralamt für Steuern erfragen.

Für Neumitglieder ab dem 1. Januar 2010 ist eine schriftliche Einwilligung zur Datenübermittlung notwendig und die persönliche Steueridentifikationsnummer ist von Ihnen anzugeben. Um alles Weitere kümmern wir uns. Die Steueridentifikationsnummer wurde Ihnen durch das Finanzamt mitgeteilt. Sie finden diese z. B. auch auf Ihrem Einkommensteuerbescheid.

Wenn Sie der Datenübermittlung nicht zustimmen, können Sie schriftlich Widerspruch einlegen. Bitte beachten Sie jedoch, dass im Fall eines Widerspruchs die Daten nicht übermittelt werden und dass somit die volle steuerliche Berücksichtigung entfällt.