Hilfe zur elektronischen Patientenakte (ePA)

Mit Ihrer persönlichen ePA können Sie und Ihre behandelnden Ärzte Ihre medizinischen Dokumente sicher digital hochladen, speichern, verarbeiten, lesen, teilen und selbstverständlich auch löschen. Da die Ärzte zum Start der ePA jedoch noch nicht über die notwendige technische Ausstattung, insbesondere die sogenannten ePA-Konnektoren, verfügen, werden sie voraussichtlich erst im Laufe des Jahres 2021 in der Lage sein, ihren Patienten medizinische Dokumente für die ePA bereitzustellen.

Was ist die elektronische Patientenakte (ePA)?

Alle gesetzlich Krankenversicherten haben ab dem 01.01.2021 den Anspruch auf eine elektronische Patientenakte, die sie von ihrer Krankenkasse zur Verfügung gestellt bekommen. Die Nutzung der ePA ist freiwillig. Die elektronische Patientenakte ist ein zentraler, sicherer Speicher für Gesundheitsdaten. Sie können darin selbst Informationen ablegen und Dokumente von Ihren Ärzten in Ihrer Akte ablegen lassen. Sie haben jederzeit Zugriff auf Ihre ePA und können selbst bestimmen, welche Daten sie darin ablegen möchten und wer darauf zugreifen darf. Sie sind der Souverän über Ihre Daten und entscheiden über die Freigabe der Inhalte für Leistungserbringer. Sie können die ePA über Ihr Smartphone nutzen und haben so orts- und zeitunabhängigen Zugriff.

Von wem erhalte ich die ePA?

Sie finden unsere ePA im Apple App Store und bei Google Play unter R+V BKK ePA.

Muss ich eine ePA nutzen?

Nein, die ePA ist ein freiwilliges Angebot. Sie allein entscheiden, ob Sie eine ePA führen möchten oder nicht. Ihnen entsteht kein Nachteil daraus, sollten Sie die ePA nicht nutzen wollen.

Wer bezahlt die Akte?

Wir übernehmen alle Kosten für die ePA. Für Sie ist das Angebot kostenfrei.

Gibt es die ePA auch für Kinder?

Ja, jeder gesetzlich Versicherte hat einen Anspruch auf eine ePA. Bis zum 16. Lebensjahr eines Kindes wird die ePA von einem sorgeberechtigten Vertreter verwaltet. Sie können die ePA Ihres Kindes auf Ihrem Smartphone verwalten. Dazu müssen Sie neben Ihrer ePA die ePA Ihres Kindes mit Ihrem Smartphone koppeln. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik „Auf meine ePA zugreifen“ unter dem Punkt „Wie verbinde ich ein neues Smartphone mit meinem Benutzerkonto?“

Wie lange läuft die ePA?

Sie können Ihre Gesundheitsdokumente lebenslang in der ePA speichern, denn Ihre ePA steht Ihnen lebenslang zur Verfügung. Sie können jedoch jederzeit Dokumente löschen.

Bedingungslos können Sie die Löschung Ihrer ePA bei uns beauftragen oder durch Widerruf Ihrer Einwilligung innerhalb der App selbstständig auslösen. Dies führt zur endgültigen Löschung Ihrer ePA-Dokumente. Vor der Schließung wird Ihnen empfohlen, Ihre darin enthaltenen Unterlagen in einem anderen sicheren Ort zu speichern.

Kann ich die ePA jederzeit kündigen?

Ja, da es ein freiwilliges Angebot ist, haben Sie jederzeit das Recht zur Kündigung. Sie können Ihre Kündigung auch widerrufen. Dazu müssen Sie lediglich die Einwilligung in Ihrer ePA widerrufen oder uns mit der Kündigung Ihrer ePA beauftragen. Schreiben Sie uns dazu unter epa@ruv-bkk.de an.

Welche Rechtsgrundlage gibt es für die ePA?

Ab dem 01.01.2021 sind wir gemäß § 291a Abs.3 Nr.4 SGB V dazu verpflichtet, Ihnen eine elektronische Patientenakte anzubieten.

Muss ich einen Vertrag zur Führung einer ePA abschließen?

Sie müssen im Registrierungsprozess für die ePA den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung zustimmen.

Für eine ePA-Nutzung ohne Smartphone oder Tablet müssen Sie eine unterzeichnete Einwilligungserklärung zur Nutzung der ePA und zur Datenverarbeitung an uns senden. Die ePA-Nutzung ohne Smartphone wird erst im Laufe des Kalenderjahres 2021 freigeschaltet. Zu Beginn ist nur die Nutzung mit App möglich.

Wer ist für die Datenverarbeitung verantwortlich?

Der Anbieter der ePA ist für die Datenverarbeitung verantwortlich. In unseren Fall haben wir die ePA zusammen mit der BITMARCK Holding GmbH und Research Industrial Systems Engineering (RISE) Forschungs-, Entwicklungs- und Großprojektberatung GmbH entwickelt.

Zur Nutzung der elektronischen Patientenakte der R+V BKK (ePA) sind folgende Schritte erforderlich:

  • Registrierung in der „R+V BKK ePA“-App
  • Identitätsprüfung in der Nect-App
  • Beenden der Ersteinrichtung „R+V BKK ePA“-App nach Erhalt des Aktivierungscodes per Post

1. Laden Sie die App „R+V BKK ePA“ herunter:
Apple-App im App Store Android-App bei Google Play

2. Legen Sie ein Benutzerkonto an. Geben Sie dafür Ihre Versichertennummer, die Kennnummer Ihrer Versichertenkarten (eGK) und die Postleitzahl ein. Lesen und akzeptieren Sie die Einwilligungserklärung und Nutzungsbedingungen.
Benutzerkonto anlegen, Bild 1 Benutzerkonto anlegen, Bild 2

3. Geben Sie eine E-Mail-Adresse an und vergeben Sie ein Passwort. Daraufhin erhalten Sie einen Link an die angegebene E-Mail-Adresse. Bestätigen Sie diesen und fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Der Bestätigungslink bleibt 14 Tage gültig.
E-Mail-Adresse eingeben und Passwort vergeben

4. Jetzt wird das Benutzerkonto automatisch mit Ihrem Handy verknüpft. Bestätigen Sie dies durch Eingabe des Handy-Sperr-Codes (z. B. Fingerabdruck, Gesichtserkennung, PIN etc).

5. Identifizierung Ihrer Person und Ihrer eGK.
Identifizierung Ihrer Person und Ihrer eGK

6. Zwei Wege zur Identifizierung:

  • Sie können uns in unserer Geschäftsstelle R+V Betriebskrankenkasse, Kreuzberger Ring 21, 65205 Wiesbaden besuchen oder
  • Sie nutzen das Video-Ident Verfahren unseres Partners Nect.
    Logo Nect

7. Video-Ident-Verfahren mit Nect: Verifizieren Sie Ihre eGK mit den letzten 8 Ziffern der Kennnummer. Laden Sie die App „Nect Selfie-Ident“ herunter und starten Sie diese. Fotografieren Sie den QR-Code mit der Nect-App.
Bitte halten Sie Ihren gültigen Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltstitel sowie Ihre eGK bereit. Sie werden Schritt für Schritt durch den digitalen Prozess geführt.
Nect im AppStore

8. Nach erfolgreicher Identifizierung erhalten Sie den Aktivierungscode für Ihre ePA automatisch mit der Post. Dieser Code ist 30 Tage gültig.
Identifikation abgeschlossen

9. Starten Sie nun wieder die „R+V BKK ePA“-App, geben Sie den Aktivierungscode ein und beginnen Sie mit der Einrichtung Ihrer ePA.
ePA einrichten

10. Damit wir Sie zukünftig über die ePA informieren können, bestätigen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse.
E-Mail bestätigen

11. Endspurt ... fast geschafft: Lesen Sie die Nutzungsbedingungen und die Einwilligungserklärung und akzeptieren Sie beides.

12. Letzter Schritt: Wie möchten Sie zukünftig auf Ihre ePA zugreifen? Es gibt zwei Anmeldevarianten:

  • Komfortzugriff mit al.vi (alternative Versichertenidentität) Anmeldung mittels Versichertennummer und Passwort.
  • Zugriff via NFC eGK – Diese können Sie ab April 2021 bestellen.
    al.vi

13. Puh, Sie haben es geschafft – Glückwunsch! Die ePA ist nun erfolgreich registriert. Diese vielen Schritte sind zum Schutz Ihrer Gesundheitsdaten notwendig.

Welche Login-Verfahren gibt es?

Melden Sie sich mit Ihrem Benutzerkonto in der App an. Öffnen Sie den Menüpunkt „Elektronische Patientenakte“. Ihre ePA beinhaltet sensible medizinische Dokumente und ist deshalb ein besonders geschützter Bereich. Sie haben zwei Möglichkeiten Ihre ePA zu öffnen:

  • Komfortzugriff mit al.vi: Sie können Ihr zuvor erstelltes Benutzerkonto auch als Komfortzugriff mit „alternativer Versichertenidentität“ verwenden. Wenn Sie den Komfortzugriff mit al.vi aktivieren, wird in einem hochsicheren Signaturdienst eine alternative Versichertenidentität für Sie angelegt. Dadurch können Sie nach der Anmeldung mit Ihrer Versichertennummer und dem von Ihnen gewählten Passwort über Smartphones, welche mit Ihrem Benutzerkonto verbunden sind, Ihre ePA öffnen.
  • Elektronische Gesundheitskarte (eGK): Falls Sie eine NFC-fähige Gesundheitskarte und ein NFC-fähiges Gerät haben, können Sie auch damit Ihre ePA öffnen. Die eGK stellt zusammen mit der PIN einen weiteren Sicherheitsfaktor dar und bietet Ihnen die höchste Sicherheitsstufe. Die Möglichkeit der Anmeldung wird erst im Laufe des Kalenderjahres 2021 freigeschaltet und ist vorerst nicht verfügbar.

Hinweis: Wenn Sie das erste Mal mit einem neuen Smartphone auf die ePA zugreifen, müssen Sie diesen Zugriff aus Sicherheitsgründen autorisieren. Dazu erhalten Sie an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse eine entsprechende E-Mail mit Bestätigungslink.

Brauche ich eine neue elektronische Gesundheitskarte zur Anmeldung?

Die elektronische Gesundheitskarte muss NFC-fähig sein, damit sie zur Anmeldung genutzt werden kann. Eine NFC-fähige eGK erhalten Sie bei uns auf Anfrage ab März 2021. NFC steht für Near-Field-Communication und dürfte Ihnen von Ihrer EC-Karte bekannt sein (kontaktloses Bezahlen).

Wie lange werden meine Daten in der ePA gespeichert?

Die ePA läuft unbegrenzt und ist als lebenslange Patientenakte ausgelegt, sofern sie nicht von Ihnen gekündigt wird. Ihre medizinischen Dokumente werden so lange in der ePA gespeichert, wie Sie es erlauben bzw. wie lange Sie die ePA führen.

Kann ich meine ePA löschen?

Sie können einzelne Dokumente wie auch Ihre komplette ePA löschen. Dazu müssen Sie lediglich Ihre Einwilligungen widerrufen oder uns einen Kündigungsauftrag für Ihre ePA ausstellen. Melden Sie sich dafür unter epa@ruv-bkk.de

Welchen Nutzen hat die elektronische Patientenakte?

Die Kommunikation im Gesundheitswesen zwischen Patienten, Ärzten, Leistungserbringern und Krankenkassen ist oft noch analog und arbeitet mit Papier, Fax und Brief. Viele Informationen über unseren Gesundheitsstand werden nach wie vor in Akten in den jeweiligen Arztpraxen gesammelt. Das kann schnell zum Problem werden: Wechseln wir zum Beispiel den Arzt oder besuchen einen Facharzt, müssen Untersuchungen eventuell wiederholt werden. Schlimmstenfalls fehlen auch wichtige Informationen, beispielsweise über Allergien oder Vorerkrankungen. In der elektronischen Patientenakte können all diese Informationen digital gebündelt werden. Dazu kommen auch persönliche Gesundheitsdokumente, die bisher in Papierform vorlagen, beispielsweise der Impfpass oder das Zahn-Bonusheft. In der ePA kann das alles zusammengeführt werden – ohne, dass unberechtigte Dritte darauf zugreifen können. Das hat viele Vorteile: Doppeluntersuchungen werden vermieden, die Diagnose kann durch den besseren Informationsfluss genauer gestellt werden und man selbst hat seinen Gesundheitszustand immer im Blick. Auch Risiken werden gesenkt. Gibt es Unverträglichkeiten? Wie waren die letzten Blutwerte? Nimmt der Patient wichtige Medikamente und wie ist deren Dosierung? In der elektronischen Patientenakte können solche Informationen direkt ersichtlich sein. Auch für den Notfall können hier alle wichtigen Daten hinterlegt werden. Die Funktionen der ePA werden dabei stetig erweitert, sodass in Zukunft beispielsweise auch elektronische Rezepte oder Krankschreibungen in ihr gespeichert werden können.

Welche Funktionen stehen ab Januar 2021 zur Verfügung?

Ab dem 1. Januar 2021 können Befunde, Arztberichte, Bilddaten bestimmter Dateiformate, Therapiemaßnahmen, Vorsorgeuntersuchungen, ein Medikationsplan, ein Notfalldatensatz sowie Arztbriefe in ihr gespeichert werden. So haben Sie alle Daten auf einem Blick parat.

Welche Funktionen stehen ab Januar 2022 zur Verfügung?

Ab dem 1. Januar 2022 können noch weitere Gesundheitsdaten in der ePA gespeichert werden: Der Impfausweis, Mutterpass, das Untersuchungsheft für Kinder, das Zahnbonusheft und Übersichten über bereits in Anspruch genommene Krankenkassenleistungen. Darüber hinaus können elektronische Verordnungen in der ePA abgespeichert werden und elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen archiviert werden. Ab diesem Datum wird es auch möglich sein, für jedes einzelne Dokument Leseberechtigungen zu erteilen: Sie können noch einfacher und zielgerichteter entscheiden, welche Daten welchen Ärzten zur Verfügung gestellt werden. Denn nicht jeder möchte, dass beispielsweise der Pflegedienst auch von den Diagnosen des Hautarztes weiß. Hier sind deshalb individuelle Lösungen möglich.

Auch ist dann möglich, dass die eigene ePA durch dritte, persönliche Vertreter geführt wird. Das ist beispielsweise bei Pflegebedürftigen von Vorteil, die die ePA selbst nicht bedienen können. Zu guter Letzt können ab dem Jahr 2022 alle Daten aus der ePA bei einem Kassenwechsel ganz unkompliziert übernommen werden.

Technische Voraussetzungen

Um unsere ePA-App nutzen zu können:

  • müssen Sie bei der R+V BKK versichert sein
  • benötigt Ihr Smartphone das Betriebssystem Android 8 bzw. iOS 13 oder höher, um die NFC-Funktion verwenden zu können
  • darf das Betriebssystem Ihres Smartphones nicht verändert worden sein (abgesehen natürlich von regulären Software-Updates der Hersteller)

Ich habe noch keine Zugangsdaten. Wie lege ich ein Benutzerkonto für die App an?

Für die Beantragung Ihrer ePA und den Zugriff auf Ihre ePA über die App benötigen Sie ein Benutzerkonto. Dieses können Sie direkt in der App anlegen. Öffnen Sie dafür den Menüpunkt „Anmelden“ in der App. Wählen Sie dann „Benutzerkonto anlegen“.

Dafür benötigen Sie ein E-Mail-Konto sowie Daten von Ihrer Gesundheitskarte. Um die Sicherheit zu erhöhen, sind nach dem Anlegen des Benutzerkontos drei Schritte notwendig:

  1. E-Mail-Adresse bestätigen: Wir senden Ihnen eine E-Mail mit Bestätigungslink an Ihre E-Mail-Adresse.
  2. Smartphone mit Benutzerkonto verbinden: Mit der Kopplung des Smartphones an Ihre ePA bzw. Ihr Benutzerkonto wird eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sichergestellt. Somit wird gewährleistet, dass nur mit Ihrem Smartphone auf Ihre Daten zugegriffen werden kann. Sie können später weitere Smartphones mit Ihrem Benutzerkonto verbinden und diese auch löschen.
  3. Identität feststellen: In diesem Schritt wird sichergestellt, dass nur Sie selbst oder von Ihnen bevollmächtigte Personen Ihr Benutzerkonto aktivieren können. Den hierzu benötigen Aktivierungscode erhalten Sie entweder in unserer Geschäftsstelle oder wir senden Ihnen diese nach der erfolgreichen Video-Identifizierung zu.

Wie melde ich mich in der App an?

Wenn Sie bereits ein Benutzerkonto eingerichtet haben, können Sie sich mit Ihrer Versichertennummer und dem von Ihnen gewählten Passwort in der App anmelden. Um die Sicherheit zu erhöhen, können Sie nur mit Smartphones auf Ihre ePA zugreifen, die mit Ihrem Benutzerkonto verbunden sind.

Ich weiß mein Passwort nicht mehr. Wie wähle ich ein neues Passwort?

Öffnen Sie den Menüpunkt „Anmelden“ in der App. Wählen Sie „Passwort vergessen“ und folgen Sie den Anweisungen.

Wie verbinde ich ein neues Smartphone mit meinem Benutzerkonto?

Wenn Sie sich auf einem neuen Smartphone anmelden, müssen Sie dieses mit Ihrem Benutzerkonto verbinden, um auf Ihre ePA zugreifen zu können. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Wenn Sie ein bereits verbundenes Smartphone haben, können Sie darüber eine Freigabe erteilen.
  • Falls Sie kein verbundenes Smartphone mehr haben, müssen Sie eine erneute Identifizierung durchführen. Dabei werden aus Sicherheitsgründen alle bisher bestehenden Gerätebindungen an Ihrem Benutzerkonto entfernt.

Wie richte ich meine ePA ein?

Melden Sie sich in der App an und öffnen Sie den Menüpunkt „Elektronische Patientenakte“. Falls Sie noch keine ePA haben, können sie diese gleich an dieser Stelle einrichten. Nachdem Sie den Einwilligungsdokumenten zugestimmt haben, wird Ihre ePA eingerichtet. Hinweis: Erfolgt die Aktivierung nicht innerhalb von 100 Tagen, wird Ihre ePA wieder gelöscht.

Wie greife ich auf meine ePA zu?

Melden Sie sich mit Ihrem Benutzerkonto in der App an. Öffnen Sie den Menüpunkt „Elektronische Patientenakte“. Ihre ePA beinhaltet sensible medizinische Dokumente und ist deshalb ein besonders geschützter Bereich. Sie haben zwei Möglichkeiten Ihre ePA zu öffnen:

  • Komfortzugriff mit al.vi: Sie können Ihr zuvor erstelltes Benutzerkonto auch als Komfortzugriff mit „alternativer Versichertenidentität“ verwenden. Wenn Sie den Komfortzugriff mit al.vi aktivieren, wird in einem hochsicheren Signaturdienst eine alternative Versichertenidentität für Sie angelegt. Dadurch können Sie nach der Anmeldung mit Ihrer Versichertennummer und dem von Ihnen gewählten Passwort über Smartphones, welche mit Ihrem Benutzerkonto verbunden sind, Ihre ePA öffnen.
  • Elektronische Gesundheitskarte (eGK): Falls Sie eine NFC-fähige Gesundheitskarte und ein NFC-fähiges Gerät haben, können Sie auch damit Ihre ePA öffnen. Die eGK stellt zusammen mit der PIN einen weiteren Sicherheitsfaktor dar und bietet Ihnen die höchste Sicherheitsstufe. Die Möglichkeit der Anmeldung wird erst im Laufe des Kalenderjahres 2021 freigeschaltet und ist vorerst nicht verfügbar.

Hinweis: Wenn Sie das erste Mal mit einem neuen Smartphone auf die ePA zugreifen, müssen Sie diesen Zugriff aus Sicherheitsgründen autorisieren. Dazu erhalten Sie an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse eine entsprechende E-Mail mit Bestätigungslink.

Kann ich auch mit meinem Computer oder Laptop auf die elektronische Patientenakte zugreifen?

Nein. Auf Ihre elektronische Patientenakte können Sie per App mit Ihrem mobilen Gerät zugreifen.

Kann ich mir auch ohne App eine elektronische Patientenakte anlegen?

Sie können sich eine elektronische Patientenakte auch einrichten, ohne die App zu nutzen. Allerdings haben Sie ohne App nicht die Möglichkeit, Ihre elektronische Patientenakte zuhause einzusehen oder Zusatzfunktionen zu nutzen.

Um sich eine elektronische Patientenakte ohne App einrichten zu lassen, kontaktieren Sie uns. Wir legen die elektronische Patientenakte für Sie an und senden Ihnen eine PIN für Ihre NFC-eGK zu. In Kombination mit der PIN können Sie dann beim Arztbesuch Ihren Arzt dazu berechtigen, die elektronische Patientenakte einzusehen oder Dokumente hinzuzufügen.

Ihr Arzt hat übrigens nicht die Möglichkeit, eine elektronische Patientenakte eigenständig für Sie anzulegen.

Hinweis: Die Ärzte benötigen als technische Voraussetzung für das Hoch- und Herunterladen medizinischer Dokumente einen ePA-Konnektor. Dieser ist zum Start der ePA ab 01.01.2021 noch nicht vorhanden. Die technische Ausstattung der Ärzte ist Aufgabe der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung. Somit können Sie die ePA zum Start ab 01.01.2021 nur mit unsere App ePA R+V BKK nutzen.

Wozu dient die Gerätebindung?

Durch die Gerätebindung wird Ihre elektronische Patientenakte mit Ihrem Smartphone verbunden. So wird verhindert, dass sich jemand von einem fremden Smartphone aus in Ihre elektronische Patientenakte einloggen kann. Die Gerätebindung stellt somit einen weiteren Sicherheitsfaktor zusätzlich zu Ihren persönlichen Zugangsdaten dar.

Wie kann ich selbst dazu beitragen, die Daten in meiner elektronischen Patientenakte zu schützen?

Halten Sie Ihre persönlichen Zugangsdaten geheim und bewahren Sie diese sicher auf.

Wählen Sie entsprechend der Vorgaben ein sicheres Passwort, das keine gängigen Wörter, Buchstaben- oder Zahlenkombinationen (z. B. Passwort abc123 oder asdf) oder persönlichen Informationen (z. B. Geburtsdatum oder Spitzname) enthält.

Erteilen Sie ausschließlich Ärzten eine Zugriffsberechtigung, bei denen Sie in Behandlung sind und mit denen Sie die Daten teilen möchten.

Was machen Menschen ohne Smartphone?

Es wird niemand diskriminiert. Auch Versicherte ohne Smartphone können eine ePA nutzen. Sie können diese bei uns beantragen und erhalten eine Teilnahmeerklärung mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung per Post. Wenn die unterschrieben bei uns vorliegen, richten wir Ihnen eine ePA ein. Diese wird beim nächsten Arztbesuch freigeschaltet und der Arzt kann das gewünschte Dokument in Ihre ePA hochladen. Notwendig hierfür sind eine NFC-eGK und eine PIN. Diese nutzen Sie, um selbstständig am Kartenterminal in der Praxis die Zugriffsberechtigung zu erteilen.

Hinweis: Die Ärzte benötigen als technische Voraussetzung für das Hoch- und Herunterladen medizinischer Dokumente einen ePA-Konnektor. Dieser ist zum Start der ePA ab 01.01.2021 noch nicht vorhanden. Die technische Ausstattung der Ärzte ist Aufgabe der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung. Somit können Sie die ePA zum Start ab 01.01.2021 nur mit unsere App ePA R+V BKK nutzen.

Die Krankenkassen erhalten alle Informationen. Warum pflegen sie die nicht zentral ein?

Wir erhalten Abrechnungsinformationen und keine weitergehenden medizinischen Informationen, wie Befunde, Arztbriefe, Laborergebnisse etc., die für Ihre weitere Behandlung relevant sein können und deshalb Teil Ihrer ePA sein sollten. Diese Informationen kann Ihnen nur der behandelnde Arzt zur Verfügung stellen.

Wir sind verpflichtet, die Abrechnungsinformationen ab 01.01.2022 in Ihre ePA zu überspielen, wenn Sie es wünschen. Auch hier sind die gesetzlichen Speicher- und Löschfristen zu beachten, so dass nur Daten – je nach Leistungsbereich – der letzten 4-6 Jahre zur Verfügung stehen werden.

Welche Dokumente befinden sich in meiner ePA?

In der Dokumentenliste sehen Sie alle Dokumente, die in Ihrer ePA derzeit abgelegt sind. Sie können die Dokumente nach Titel, Autoren und weiteren Kriterien durchsuchen und filtern. Sie können weitere Details zu Dokumenten abrufen, und diese anzeigen bzw. auf Ihr Gerät herunterladen. Da Sie selbst bestimmen, welche Daten in Ihrer ePA vorhanden sind, können Sie Dokumente auch jederzeit löschen. Bitte beachten Sie, dass es dabei zu Lücken in Ihrer medizinischen Historie kommen kann.

Wie lade ich ein neues Dokument in meine ePA?

In der Dokumentenliste können Sie auch neue Dokumente in Ihre ePA einstellen. Wählen Sie dafür ein auf Ihrem Gerät vorhandenes Dokument. Die App schlägt beim Einstellen des Dokuments Metadaten vor. Sie können diese Daten verändern und so anpassen, dass Sie das Dokument später auf einfache Weise wiederfinden können. Die App verschlüsselt das Dokument vor dem Upload in Ihre ePA und stellt damit sicher, dass nur Sie oder Berechtigte darauf Zugriff haben.

Wer kann Dokumente in meiner ePA speichern?

In Ihrer ePA können Sie jederzeit eigenständig Dokumente speichern und verwalten.

Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser sowie Psychotherapeuten und Zahnärzte, die von Ihnen Zugriffsrechte bekommen haben, dürfen ebenfalls Dokumente in Ihrer ePA speichern.

Wenn Sie einem Arzt keinen Zugang erlauben oder ihm den Zugang widerrufen haben, kann er keine Dokumente in der ePA speichern.

Kann meine Krankenkasse Dokumente in meiner ePA speichern?

Wir können aktuell keine Dokumente in Ihrer ePA speichern. Ab dem Jahr 2022 ist geplant, dass wir Ihre Abrechnungsdaten in die ePA hochladen können. Dieses wird nur nach Ihrer expliziten Einwilligung erfolgen. Wir können jedoch weiterhin keine Ihre Dokumente lesen.

Wie entscheide ich, welcher Arzt Dokumente in meine ePA einstellen darf?

Sie entscheiden zuerst, ob Ihre Hausarzt-, Facharzt- oder Zahnarztpraxis oder Ihr Krankenhaus Zugang zu Ihrer ePA haben darf. Wenn Sie etwa Ihrem Hausarzt Zugang zu Ihrer ePA geben möchten, erteilen Sie seiner Praxis die Zugriffsrechte.

Außerdem entscheiden Sie für jede Praxis, Krankenhaus oder Apotheke, wie lange der Zugang zu Ihrer ePA möglich ist. Dieser Zeitraum reicht von 1 Tag bis zu 18 Monaten. Automatisch werden 18 Tage vorgeschlagen. Sie können diesen Wert jederzeit ändern.

Hinweis: Als technische Voraussetzung für das Hoch- und Herunterladen medizinischer Dokumente benötigen die Ärzte einen ePA-Konnektor. Dieser ist zum Start der ePA ab 01.01.2021 noch nicht vorhanden. Die technische Ausstattung der Ärzte ist Aufgabe der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung.

Welche Dokumente kann ich in meiner ePA speichern?

In Ihrer ePA können Sie Ihre medizinisch relevanten Dokumente digital speichern. Diese Dokumente sind z. B. Laborergebnisse, Ärzteberichte oder Befunde, die Sie erhalten haben und sicher ablegen wollen.

Ihre ePA wird bei der Anlage nicht automatisch vorausgefüllt.

Welche Dokumente muss mein Arzt in meiner ePA speichern?

Ihr Arzt bzw. Ihr Leistungserbringer (z. B. Apotheke oder Krankenhaus) kann in Ihrer ePA alle Dokumente speichern, die für Ihre Behandlung relevant sind. Diese Dokumente können u. a. sein:

  • Ihr Medikationsplan. Eine Liste Ihrer Medikamente, sofern Sie mindestens drei verschreibungspflichtige Medikamente gleichzeitig einnehmen.
  • Ihr Notfalldatensatz. Dieser beinhaltet medizinische Daten wie Diagnosen, Allergien, Unverträglichkeiten oder Medikamente, die für die Notfallversorgung relevant sind. Zusätzlich kann darauf hingewiesen werden, ob und wo Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen Organ- und Gewebespendeerklärungen vorhanden sind.
  • Ihre Laborergebnisse, Therapie- und Behandlungsberichte, Befunde oder Diagnosen.
  • Elektronische Arztbriefe (eArztbriefe). Sie halten wichtige Informationen fest, die Ihr Arzt mit Ihren anderen behandelnden Ärzten z. B. im Rahmen einer Überweisung teilen möchte.

Die Datenschutzbestimmungen zur Verarbeitung Ihrer Behandlungsdaten finden sie hier.

In Ihrer ePA können Sie auch nachvollziehen, wer auf Ihre ePA zugegriffen hat. Sehen Sie hierzu in der Rubrik „Datenschutz/-sicherheit“ den Punkt „Protokolleintrag“.

Muss mein Arzt meine ePA dokumentieren?

Damit Ihre ePA auf einem aktuellen Stand bleibt, ist es wichtig, dass Ihre Daten bei Änderungen Ihres Gesundheitszustands oder Ihres Behandlungsverlaufs aktualisiert werden. Dementsprechend muss Ihr Arzt bzw. Leistungserbringer (z. B. Apotheke oder Krankenhaus) Ihre Daten auf Ihren Wunsch hin aktualisieren. Bei Änderungen des Notfalldatensatzes oder des elektronischen Medikationsplans, die federführend auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden, ist darauf zu achten, dass auch diese Dokumente in der ePA aktualisiert werden.

Wenn Sie Ihre ePA erst eröffnet haben, ist es sinnvoll, Ihre Gesundheitsinformationen vom Arzt, der Ihre Patientengeschichte am besten kennt, übertragen zu lassen.

Um die Genauigkeit Ihrer ePA sicherzustellen, sollten Sie auch selbst Ihre Gesundheitsunterlagen regelmäßig prüfen und ggf. aktualisieren.

Hinweis: Als technische Voraussetzung für das Hoch- und Herunterladen medizinischer Dokumente benötigen die Ärzte einen ePA-Konnektor. Dieser ist zum Start der ePA ab 01.01.2021 noch nicht vorhanden. Die technische Ausstattung der Ärzte ist Aufgabe der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung.

Was mache ich, wenn der Arzt sich weigert, Dokumente in meine ePA zu übertragen?

Dann wenden Sie sich bitte an die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die für den Arzt zuständig ist. Die Kontaktdaten finden Sie unter anderem auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Wer ist für die Daten verantwortlich?

Grundsätzlich verantworten Sie Ihre ePA selbstständig. Sie können selbst Dokumente hochladen und entfernen sowie eigenständig Zugriffsberechtigungen für Arztpraxen erteilen und entziehen. Wenn Sie eine Übertragung von Daten oder Dokumenten in Ihre ePA durch Ihren Arzt wünschen, dann ist dieser dafür auch zuständig.

Kann ein Arzt Dokumente in meiner ePA ändern?

Ihr Arzt bzw. Leistungserbringer (z. B. Apotheke oder Krankenhaus) kann keine Informationen innerhalb eines Dokumentes, welches Sie hochgeladen haben, ändern. Ihr Arzt kann jedoch ein Dokument in Absprache mit Ihnen aus der ePA wieder löschen.

Dokumente, die Sie selbst einstellen, werden automatisch als Eigendokumente klassifiziert. So können sie von Dokumenten, die von Ärzten oder Leistungserbringern hochgeladen werden, unterschieden werden. Sofern Sie entschieden haben, dass Ihr Arzt bzw. Leistungserbringer Ihre selbst eingestellten Dokumente sehen darf, kann er die Klassifizierung eines Dokumentes ändern. Das macht er, wenn er die medizinische Relevanz des Dokumentes erkannt hat.

Hinweis: Als technische Voraussetzung für das Hoch- und Herunterladen medizinischer Dokumente benötigen die Ärzte einen ePA-Konnektor. Dieser ist zum Start der ePA ab 01.01.2021 noch nicht vorhanden. Die technische Ausstattung der Ärzte ist Aufgabe der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung.

Kann ein Arzt Dokumente aus meiner ePA löschen?

Ja. Nach Rücksprache mit Ihnen kann Ihr Arzt bzw. Leistungserbringer (z. B. Apotheke oder Krankenhaus), der Sie behandelt, ein Dokument aus Ihrer ePA löschen. Das kann er z. B. tun, wenn ein Dokument nicht mehr aktuell ist und durch eine aktuellere Version ersetzt werden soll.

Hinweis: Als technische Voraussetzung für das Hoch- und Herunterladen medizinischer Dokumente benötigen die Ärzte einen ePA-Konnektor. Dieser ist zum Start der ePA ab 01.01.2021 noch nicht vorhanden. Die technische Ausstattung der Ärzte ist Aufgabe der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung.

Kann ich Dokumente aus meiner ePA löschen?

Ja. Sie entscheiden, welche Daten Sie in der ePA speichern und teilen. Sie können jederzeit Dokumente aus Ihrer ePA löschen. Damit Ihr Arzt oder Ihr Leistungserbringer (z. B. Apotheke oder Krankenhaus) Sie optimal behandeln kann, sollten Sie mit Ihrem Arzt konkret besprechen, welche Daten für die Weiterbehandlung relevant sind.

Welche Dokumentenformate kann ich in meiner ePA speichern?

Sie können in die ePA alle gängigen Formate hochladen: PDF, JPG, TIFF, TXT, RTF, DOCX, XLSX, ODT, ODS, XML, HL7 CDA/R2 XML.

Wie groß dürfen Dokumente (z. B. Bilder) in der ePA maximal sein?

Jedes Dokument darf die Maximalgröße von 25 MB nicht überschreiten.

Wie hoch ist der maximale Speicherplatz in der ePA?

Der Gesamtspeicherplatz ist nicht begrenzt.

Kann ich Dokumente aus meiner ePA herunterladen?

Sie können jederzeit Ihre Gesundheitsdokumente aus Ihrer ePA-App (ePA R+V BKK) herunterladen. Achten Sie jedoch darauf, dass die heruntergeladenen Dokumente in einem anderen sicheren digitalen Ordner auf Ihrem Gerät gespeichert werden.

Wie teile ich meine ePA-Dokumente mit meinem Arzt bzw. Leistungserbringer?

Wenn Sie Ihrem Arzt bzw. Leistungserbringer (z. B. Apotheke oder Krankenhaus) Dokumente zur Verfügung stellen wollen, geben Sie ihm Zugriffsrechte auf Ihre ePA.

Wenn Sie z. B. Ihrem Arzt nur für die Sprechstunde den Zugang erteilen möchten, so begrenzen Sie die Zugriffsdauer auf 1 Tag. Wenn Sie aber möchten, dass Ihr Arzt über einen längeren Zeitraum Zugang zu Ihrer ePA hat, legen Sie eine längere Zugriffsdauer fest. Dies ist z. B. sinnvoll, wenn Ihre Behandlung über mehrere Monate dauert und Ihre Gesundheitsinformationen regelmäßig geprüft und aktualisiert werden müssen.

Wenn Sie Dokumente in Ihre ePA einstellen, werden diese automatisch in Ihrem Patientenordner gespeichert. Um diese Dokumente zu sehen, braucht also Ihr Arzt auch Zugang zu Ihrem Patientenordner. Dies ist sinnvoll, wenn Sie z. B. neue Laborergebnisse oder Befunde aus vorherigen Untersuchungen hochgeladen haben und Ihrem Arzt zur Verfügung stellen wollen.

Vergebene Zugriffsrechte können Sie jederzeit widerrufen.

Hinweis: Als technische Voraussetzung für das Hoch- und Herunterladen medizinischer Dokumente benötigen die Ärzte einen ePA-Konnektor. Dieser ist zum Start der ePA ab 01.01.2021 noch nicht vorhanden. Die technische Ausstattung der Ärzte ist Aufgabe der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung.

Kann mein Arzt Dokumente aus meiner ePA herunterladen?

Ja. Ihr Arzt bzw. Leistungserbringer (z. B. Apotheke oder Krankenhaus) kann ein Dokument aus Ihrer ePA herunterladen, sofern Sie ihm Zugriffsrechte gegeben haben. Dieses Dokument ist dann zusätzlich im System Ihres Arztes bzw. Leistungserbringers lokal gespeichert. Wenn Sie das Dokument im Nachhinein in Ihrer ePA löschen, dann wird es dennoch in der lokalen Karteikarte bei Ihrem Arzt vorhanden sein.

Hinweis: Als technische Voraussetzung für das Hoch- und Herunterladen medizinischer Dokumente benötigen die Ärzte einen ePA-Konnektor. Dieser ist zum Start der ePA ab 01.01.2021 noch nicht vorhanden. Die technische Ausstattung der Ärzte ist Aufgabe der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung.

Was mache ich, wenn ich mein Smartphone verloren habe?

Sollten Sie ihr Smartphone verloren haben, können Sie Ihren Komfortzugriff selbstständig löschen. Nutzen Sie dafür einfach unseren Sperrdienst https://iam-bms.de/auth/realms/105823040/account/ Dort klicken Sie auf „Passwort vergessen?“. Dadurch wird automatisch Ihr Komfortzugriff zurückgesetzt und Sie müssen vor der Nutzung der App erneut registrieren. Ein Angreifer kann somit nicht auf Ihre ePA zugreifen.

Wer kann meine Daten sehen?

Niemand außer Ihnen und denjenigen, denen Sie dazu eine Berechtigung erteilt haben. Weder wir noch die BITMARCK Holding GmbH oder Research Industrial Systems Engineering (RISE) Forschungs-, Entwicklungs- und Großprojektberatung GmbH haben Zugriff auf die Inhalte.

Wie erhalte ich die Hoheit über meine Daten?

Alles in Ihrer ePA passiert nur durch Sie oder indem Sie etwas einfordern oder einwilligen. Wenn Sie beispielsweise beim Arzt sind und es ein wichtiges Dokument gibt, das in Ihre ePA geladen werden könnte, erfolgt das immer in Absprache mit Ihnen.

Was sind Berechtigungen?

Sie können in Ihrer ePA die Berechtigungen steuern, wer auf Daten in Ihrer ePA zugreifen darf. Berechtigungen sind zeitlich begrenzt und gelten für Kategorien von Dokumenten. Patientendokumente sind Dokumente, die Sie selbst in Ihre ePA hochgeladen haben. Arztdokumente sind Dokumente, die Ärzte, Mediziner und andere Berechtigte in Ihre ePA hochgeladen haben.

In der Berechtigungsliste werden alle Berechtigten angezeigt, welche derzeit Zugriff auf Dokumente in Ihrer ePA haben. In der Liste ist ersichtlich, auf welche Kategorie von Dokumenten jeweils Zugriff besteht. Außerdem haben Sie die Möglichkeit Ihre Berechtigungen in Listenform als PDF auf Ihrem Smartphone zu speichern.

Wie verwalte ich Berechtigungen in meiner ePA?

Sie können Berechtigungen jederzeit erteilen, verändern oder entziehen.

Um neue Berechtigungen zu erteilen, suchen Sie direkt in der Applikation nach Ihrem Arzt oder Ihrer Gesundheitseinrichtung. Stellen Sie danach die Dauer der Berechtigung ein, sowie auf welche Kategorie von Dokumenten der Berechtigte Zugriff haben soll.

Wenn Sie Berechtigungen löschen, beachten Sie bitte, dass bereits vom Berechtigten heruntergeladene Dokumente auch weiterhin beim Berechtigten verbleiben. Dieser hat nachfolgend jedoch keinen Zugriff mehr auf Ihre ePA.

Abgelaufene Berechtigungen werden vom Aktensystem automatisch gelöscht.

Wie spezifisch kann ich Berechtigungen vergeben?

Die ePA besteht zum Start 2021 aus zwei Dokumentenbereichen: Dokumente des Versicherten und Dokumente von Ärzten. Die Zugriffsberechtigung kann auf beide oder nur einen dieser Dokumentenbereiche vergeben werden.

Ab dem Jahr 2022 kann die Zugriffsberechtigung dokumentenspezifisch erfolgen, so dass Sie konkret festlegen können, welcher Arzt welches Dokument oder Gruppe von Dokumenten einsehen kann.

Wie lange laufen die Berechtigungen?

Das entscheiden Sie allein. Sie haben die freie Wahl der Laufzeit. Voreingestellt sind 18 Tage, die Sie selbstständig anpassen können.

Sind alle Daten verschlüsselt?

Ja. Die Dokumenteninhalte sind so verschlüsselt, dass niemand außer Ihnen und denen, die Sie dazu berechtigt haben, die Inhalte lesen können. Zu jedem Dokument gehören auch Metadaten, die zur Dokumentensuche verwendet werden. Diese werden für die Suche nach Dokumenten serverseitig in einem eigens geschützten Bereich entschlüsselt, solange ein Benutzer an der ePA angemeldet ist.

Wer bestimmt, was gespeichert und gelöscht wird?

Sämtliche Aktivitäten in der ePA, wie das Hochladen, Speichern, Herunterladen oder Löschen von Dokumenten erfolgt durch Sie oder indem Sie etwas mündlich freigeben, z. B. das Hoch- oder Herunterladen eines Dokumentes durch Ihren behandelnden Arzt.

Kann ich nachlesen, was in meiner Akte für Aktivitäten erfolgten?

Ja. Sämtliche Aktivitäten in Ihrer ePA werden protokolliert und können von Ihnen ab der Aktivität bis drei Jahre darauf eingesehen werden.

Was bietet das Protokoll meiner ePA?

Ihre ePA verfügt über ein detailliertes Protokoll, das Sie jederzeit abrufen, aber auch exportieren können. In diesem Protokoll sind sämtliche Zugriffe – von Ihnen selbst, aber auch von Berechtigten - auf Ihre ePA ersichtlich. So können Sie nachvollziehen, wenn Dokumente aus Ihrer ePA eingestellt, abgerufen oder gesucht werden oder wann Sie Berechtigungen erteilt oder entzogen haben. Sie können das Protokoll gezielt durchsuchen und filtern. Die Protokolleinträge werden im Aktensystem nach Ablauf von drei Jahren gelöscht.

Protokolleintrag

Sie haben die Möglichkeit einzelne Protokolleinträge in der Detailansicht zu betrachten.

Hier können Sie die Art, Zeitpunkt und Ergebnis (erfolgreich oder fehlgeschlagen) des Zugriffs, Name des Nutzers, Bezeichner des Objektes etc. sehen.

Weitere Protokoll Aktionsmöglichkeiten (Protokoll exportieren, exportierte Protokolldaten lokal anzeigen, Protokoll drucken)

Sie können Ihre Protokoll Liste jederzeit exportieren und auf Ihrem Smartphone anzeigen lassen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit Ihre Protokoll Liste auszudrucken.

Wie kann ich als Nutzer zur Sicherheit beitragen?

Mit wenigen Mitteln lässt sich die Sicherheit Ihres Smartphones deutlich erhöhen:

  1. Laden Sie immer das neueste Update aus dem offiziellen Store herunter.
  2. Achten Sie auf Ihr Smartphone und lassen es nicht unbeaufsichtigt liegen.
  3. Verwenden Sie Sperrbildschirme mit kurzen Inaktivitätsphasen.
  4. Verwenden Sie biometrische Entsperrungen oder ein komplexes Passwort.

Wie trägt der Betreiber zur Sicherheit bei?

Jeder Datenverarbeitungsschritt in einer elektronischen Patientenakte wird innerhalb der geschützten Rechenzentren in einem nochmals abgesicherten Bereich, der sogenannten Vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung (VAU) ausgeführt. So werden Angriffe abgewehrt, die Verarbeitung der Daten jeweils nur einer ePA sichergestellt und der Zugriff auf personenbezogene medizinische Daten ausgeschlossen.

Wie wird die Einhaltung der Sicherheit überprüft?

Die ePA wird auf Basis konkreter und nachprüfbarer Vorgaben umgesetzt. Diese Vorgaben wurden von der gematik GmbH im gesetzlichen Auftrag spezifiziert und in Zusammenarbeit mit den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens abgestimmt. Bevor wir die ePA anbieten durften, musste ein umfangreicher Zertifizierungsprozess durchlaufen werden. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Begutachtung darf die ePA angeboten werden. Das ist kein einmaliger Vorgang, sondern muss bei jeder sicherheitsrelevanten Veränderung wiederholt werden.

Wo stehen die Server?

Die Server stehen in Deutschland und unterliegen den europäischen Datenschutzbestimmungen.

Werde ich automatisch abgemeldet aus der App, wenn ich inaktiv bin?

Ja. Nach maximal 20 Minuten Inaktivität werden Sie automatisch aus der ePA ausgeloggt. Bei sicherheitsrelevanten Eingaben (z. B. der PIN) oder bei der Registrierung ist der Zeitraum nur halb so groß.

Welche Speicher- und Löschfristen gibt es?

Keine. Im Gegensatz zur Sozialdatenverarbeitung, die wegen einer konkreten Zweckbestimmung (u. a. Abrechnung der in Anspruch genommenen Leistungen) eindeutigen Speicher- und Löschfristen von 4-6 Jahren, je nach Leistungsbereich, unterliegt, gehören die Daten in der ePA Ihnen persönlich und können ein Leben lang gespeichert werden.

Wer ist für den Datenschutz verantwortlich?

Ansprechpartner für alle Fragen zum Datenschutz der ePA ist unsere Datenschutzbeauftragte. Die Kontaktdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung zur ePA.

Hat der Arzt nur Leserechte?

Ein Arzt hat erst dann einen Zugriff und somit ein gleichzeitiges Lese-und Schreibrecht, wenn die Praxis von Ihnen für den Zugriff berechtigt worden ist. Jedes für einen Zugriff freigegebene Dokument muss zum Lesen aus der ePA heruntergeladen werden. Dann kann es mit der passenden Anwendung (z. B. PDF-Reader) gelesen und gespeichert werden. Insbesondere wenn diese Information der Diagnostik dient oder Therapieempfehlungen ausgesprochen werden, wird der Arzt als Dokumentationsnachweis das Dokument auch in seinem Praxisverwaltungssystem speichern.

Was sind leistungserbringerrelevante (-äquivalente) Dokumente?

Wenn Sie einem Arzt den Zugriff auf Ihre Versichertendokumente geben und dieser feststellt, dass ein Versichertendokument, z. B. für die weitere Behandlung durch andere Ärzte relevant ist, dann kann der Arzt dieses Dokument so umschlüsseln, dass auch Ärzte, denen Sie ausschließlich für Arztdokumente einen Zugriff gegeben haben, es lesen können, obwohl es im Bereich Ihrer Versichertendokumente liegt. Diese umgeschlüsselten Dokumente werden als leistungserbringerrelevante (-äquivalente) Dokumente (LEÄ) bezeichnet. Die weiterbehandelnden Ärzte, denen Sie nur einen Zugriff auf die Arztdokumente gegeben haben, können nur auf die umgeschlüsselten Dokumente aus Ihrem Versichertenbereich zugreifen, alle anderen Dokumente in diesem Bereich sind nicht lesbar, außer Sie erteilen dazu einen expliziten Zugriff. Diese Regelung gilt nur für das Jahr 2021.

Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzerklärung zur ePA.

Sollten Sie ihr Smartphone verloren haben, können Sie Ihren Komfortzugriff selbstständig löschen. Nutzen Sie dafür einfach unseren Sperrdienst https://iam-bms.de/auth/realms/105823040/account/ Dort klicken Sie auf „Passwort vergessen?“. Dadurch wird automatisch Ihr Komfortzugriff zurückgesetzt und Sie müssen vor der Nutzung der App erneut registrieren. Ein Angreifer kann somit nicht auf Ihre ePA zugreifen.

Bitte beachten Sie auch die Informationen zur elektronischen Patientenakte (ePA) nach § 343 SGB V.