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Individuelle Ge­sund­heits­leis­tun­gen (IGeL)

Individuelle Gesundheitsleistungen – kurz IGeL – sind ärzt­liche Leistungen, die nicht zum Leis­tungs­katalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung gehören und bei In­an­spruch­nahme vom Versicherten privat zu tragen sind.

IGeL-Monitor
Weiterführende Informationen zu Individuellen Gesundheitsleistungen.

 

Die R+V BKK übernimmt für Sie grundsätzlich die Kosten für alle Behandlungsmethoden, die me­di­zi­nisch notwendig sind. Doch immer mehr Ärzte und Zahnärzte bieten zusätzlich be­son­de­re individuelle Gesundheitsleistungen an.

 

Wer entscheidet über das Leistungsangebot der Krankenkassen?

Grundsätzlich entscheidet der so genannte Gemeinsame Bundesausschuss über Art und Um­fang der Therapieverfahren und insbesondere neue Behandlungsmethoden. In diesem Gre­mium entscheiden Vertreter der Krankenkassen, niedergelassenen Ärzte und Patienten ge­mein­sam und nach sorgfältiger Prüfung, welche Leistungen medizinisch sinnvoll sind und des­halb von den Kassen bezahlt werden. An die Beschlüsse dieses Gremiums sind alle ge­setz­li­chen Kran­ken­kassen fest gebunden.

 

Sinnvolles und Überflüssiges

Die IGeL-Angebote reichen von zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen über Reisemedizin und Naturheilverfahren bis zu Anti-Aging-Maßnahmen. Einige der ärztlichen Zusatzleistungen sind durchaus nützlich, wie beispielsweise die reisemedizinische Beratung. Einige sind jedoch über­flüssig und einzelne Angebote sogar medizinisch umstritten.

 

Weitere Informationen zu IGe-Leistungen

Wir haben für Sie einen kurzen Leitfaden mit wichtigen Tipps zur Inanspruchnahme von IGe-Leistungen zusammengestellt.

 

Info-Tipp: IGeL-Ratgeber animiert zu kritischen Fragen an Ärzte

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat einen IGeL-Ratgeber für Patien­ten ins Internet gestellt, der das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten ten­den­ziell in Frage stellt.

Die 18 Seiten umfassende Broschüre des ÄZQ – einer Ein­richtung von Bundes­ärzte­kam­mer (BÄK) und Kassen­ärzt­licher Bundesvereinigung (KBV) – will Patienten laut Vor­wort dabei helfen, "Ihrem Arzt die richtigen Fragen über IGeL zu stellen".

Die acht Autoren geben dem Leser eine Checkliste an die Hand, die die Entscheidung für oder gegen ein IGeL-Angebot erleichtern soll. Im Grundtenor wird Patienten empfohlen, die Aus­sa­gen der Ärzte zu IGeL generell zu hinterfragen.

Ob der Ratgeber viele Patienten erreicht, wird sich zeigen. Er ist weder auf der KBV- noch auf der BÄK-Homepage hinterlegt, sondern nur auf der Website des ÄZQ vorgehalten.

 

 

Quelle: Ärztezeitung Nr. 55, Jahrgang 28, vom 24. März 2009