Ambulante Kinderchirurgie

Viele der im Kinder- und Jugendalter häufiger vorkommenden operativen Eingriffe können heute dank des medizinischen Fortschritts ohne einen längeren Klinikaufenthalt vorgenommen werden. Den jungen Patienten erspart eine ambulant durchgeführte OP die seelische Belastung, die ein mehrtägiger Verbleib im Krankenhaus mit sich bringt. Sie können noch am selben Tag in ihr gewohntes Zuhause zurückkehren, was sich positiv auf den Heilungsprozess auswirkt.

Unser Versorgungsvertrag zu kinderchirurgischen Leistungen für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr umfasst geplante Operationen aus den Bereichen HNO, Chirurgie und Urologie. Darüber hinaus bietet der Versorgungsvertrag eine Betreuung und medizinische Versorgung innerhalb einer festgelegten Behandlungskette aus einer Hand. Durch die optimale Vernetzung der spezialisierten Fachärzte, fortschrittliche Technik und moderne Operationsverfahren wird die kinderchirurgische Versorgung in hoher Qualität in den Praxen niedergelassener Vertragsärzte, in Praxiskliniken oder belegärztlich im Krankenhaus erbracht. Bei medizinischer Notwendigkeit ist eine postoperative Nachsorge im überwachten Bett möglich.

Welche Leistungen beinhaltet der Versorgungsvertrag?

  • Diagnosestellung durch den Operateur sowie gemeinsame Entscheidung durch Operateur und Anästhesist unter Heranziehung bestimmter Punkte („G-AEP-Kriterien“), ob die ambulante Behandlung des Kindes im Rahmen dieses Versorgungskonzeptes erfolgen kann.
  • Beratung und Aufklärung des chirurgisch zu versorgenden Kindes bzw. des gesetzlichen Vertreters.
  • Leistungserbringung durch den Facharzt für Anästhesie einschließlich der hierzu notwendigen Aufklärung.
  • Durchführung der Operation einschließlich der hierzu notwendigen Aufklärung.
  • Durchführung der prä- und postoperativen Behandlungen im Zeitraum von bis zu zwölf Tagen nach der Operation einschließlich der notwendigen postoperativen fachärztlichen Untersuchungen.
  • Versorgung mit Medikamenten (auch Verbandmittel, welche im Zusammenhang mit der Operation anfallen); durchgängige Patientenversorgung nach Facharztstandard, an Wochenenden und Feiertagen ggf. durch den organisierten kassenärztlichen Notdienst.
  • Entscheidung des Operateurs bei außergewöhnlich komplizierten Verläufen, ob die weitere Behandlung des Patienten durch eine stationäre Versorgung im Rahmen der Regelversorgung in einem zugelassenen Krankenhaus gemäß § 108 SGB V erfolgen muss.
  • Angebot einer zusätzlichen telefonischen Auskunftsmöglichkeit für die Eltern der zu operierenden Kinder für Rückfragen zur Operation und Anästhesie.

Welche Operationen können Sie ambulant durchführen lassen?

Zu den ambulant durchführbaren operativen Eingriffen zählen:

  • Teilentfernung der Gaumenmandeln mittels (Laser-)Tonsillotomie (nur bei Vergrößerung der Mandeln und bei rezidivierender akuter Mandelentzündung)
  • Plastische Korrektur abstehender Ohren
  • Operationen bei Leisten- oder Nabelbruch
  • Hoden- und Penis-Operationen (z. B. Hodenhochstand, Wasserbruch, Vorhautverengung)
  • Metallentfernung nach Knochenbruch-Operationen
  • Entfernung eines Dermalsinus (Minimalform der Spina bifida, bei dem nur ein kleiner Gang zwischen Hautoberfläche und Rückenmarkskanal besteht)
  • Entfernung einer Baker-Zyste (Ausstülpung in der Kniekehle, die mit Gelenkflüssigkeit gefüllt ist)

Welche Ärzte können Sie aufsuchen?

Wenn Sie unser Versorgungsangebot zur ambulanten Kinderchirurgie in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie bitte an eine(n) Ärztin oder Arzt, die an dem Versorgungsvertrag teilnehmen. Zusätzlich erklären Sie dort Ihre freiwillige Teilnahme an der besonderen Versorgung schriftlich gegenüber der R+V Betriebskrankenkasse.

Wie finden Sie teilnehmende Ärzte?

Gerne teilen wir Ihnen am Vertrag teilnehmende Ärztinnen und Ärzte mit.