CyberKnife

Tumorerkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Fortschritte in der Vorsorge, Diagnostik und Therapie, die zu einer signifikanten Verbesserung der Überlebensrate und einer Verbesserung der Lebensqualität führen, sind maßgeblich auf eine interdisziplinäre und multimodale onkologische Therapie zurückzuführen. Neben der Chirurgie und Chemotherapie ist die Strahlentherapie eine der drei wichtigsten Säulen der Krebstherapie/onkologischen Therapie.

Die Radiochirurgie mit dem CyberKnife® ist ein innovatives, spezielles strahlentherapeutisch-neurochirurgisches nichtinvasives Therapieverfahren, das neue Behandlungsoptionen in der interdisziplinären Onkologie eröffnet.

  • Untersuchung und Erörterung der spezifischen Krankheitssituation durch radiochirurgisch erfahrene Strahlentherapeuten, Radiologen, Neurochirurgen und ggf. Nuklearmediziner sowie weitere Fachärzte je nach Indikationsstellung.
  • Information und Aufklärung des Patienten über die verschiedenen Therapieverfahren, die zur Behandlung der Tumorerkrankung zur Verfügung stehen. Die Therapieentscheidung wird nach interdisziplinärer Leitlinie und auf Basis der interdisziplinären Tumorkonferenz getroffen. Falls bereits durch eine externe Tumorkonferenz eine Indikation zur CyberKnife®-Behandlung gestellt wurde, wird sie als Empfehlung am Zentrum geprüft und ggf. übernommen bzw. modifiziert.
  • Zur Planung der radiochirurgischen Therapie erfolgt zuvor eine hochauflösende stereotaktische Bildgebung mittels CT/Kernspintomografie und ggf. weiteren bildgebenden Verfahren.
  • Bestimmung des Zielvolumens bei der Abgrenzung des Tumors, stereotaktische Bildgebung sowie stereotaktische und physikalische Planung zur Vorbereitung des radiochirurgischen Eingriffs.
  • Plandokumentation gemäß Strahlenschutzverordnung, Qualitätssicherung nach Herstellerempfehlungen, Erstellung der Steuerfiles, Datentransfer und Planfreigabe durch einen fachkundigen Facharzt für Strahlentherapie/Neurochirurgie und Medizinphysikexperten.
  • Marker-Implantation (im Einzelfall/indikationsabhängig) durch einen interventionellen Radiologen.
  • Einzeitige CyberKnife® oder fraktionierte Behandlung (indikationsabhängig) mit dem CyberKnife® einschließlich Lagerungskontrolle.
  • Abschlussgespräch und Abschlussuntersuchung durch die behandelnden Ärzte.
  • Krankheits- und Befundbericht, einschließlich der Dokumentation.

Sie haben durch eine vorangegangene Diagnostik eine begründete Indikation und durch das/die interdisziplinär besetzte Tumorboard/Fallkonferenz wird die Behandlung mit dem CyberKnife® empfohlen.

Die Teilnahme an dem Vertrag ist für Sie freiwillig.

Sie erklären ihre freiwillige Teilnahme an dem Vertrag bei einem der teilnehmenden Zentren durch eine schriftliche Teilnahmeerklärung in ihrer jeweils geltenden Fassung. Die Teilnahmeerklärung regelt zusammen mit der Versicherteninformation zur Teilnahmeerklärung das Nähere zur Durchführung der Teilnahme. Hiervon umfasst sind insbesondere Regelungen zur zeitlichen Bindung an die Teilnahme, zur Bindung an die vertraglich gebundenen Leistungserbringer und zu den Folgen bei Pflichtverstößen; soweit die Abrechnung nicht direkt über den Leistungserbringer erfolgt, die Angabe der Abrechnungsdienstleister sowie ggf. eine Information über den beabsichtigten Austausch von Teilnehmerlisten für Abrechnungszwecke zwischen der R+V Betriebskrankenkasse und dem Leistungserbringer bzw. dem Abrechnungsdienstleister.

Ansprüche von Ihnen werden unmittelbar und mittelbar durch den Vertrag nicht begründet. Leistungen nach diesem Vertrag dürfen ausschließlich gegenüber den Versicherten erbracht werden, die ihre Teilnahme an dem Vertrag gemäß Absatz 2 schriftlich erklärt haben.