Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)

Apps auf Rezept

Millionen Menschen in Deutschland nutzen Fitness oder Entspannungs-Apps zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens. Das Netz ist voller medizinischer Digitalhelfer.

Im Januar 2020 trat das Digitale Versorgungsgesetz in Kraft, das besagt, dass gesetzlich Versicherte sich in Zukunft digitale Gesundheitsanwendungen – kurz DiGA – ähnlich wie Arzneimittel vom Arzt verschreiben lassen und bei den Krankenkassen einreichen können. Diese übernehmen dann die Kosten.

Welche Voraussetzungen gelten?

Neben der ärztlichen Indikation ist eine weitere Voraussetzung, dass die DiGAs im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet sind. Denn nur dann erfüllen die Apps die Anforderungen an Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Qualität, Datenschutz und Datensicherheit und auch der positive Versorgungseffekt ist durch Studien belegt.

Welche Apps auf Rezept gibt es, und wie erhalte ich diese?

Es befinden sich ausschließlich zertifizierte Apps auf der Liste des BfArM , die helfen, Krankheiten zu erkennen, zu überwachen, zu behandeln oder zu heilen. Das kann zum Beispiel eine Tinnitus-App oder auch eine digitale Gesundheitsanwendung sein, die Patienten mit einer psychischen Erkrankung unterstützen. Das Verzeichnis wird sukzessive wachsen.

Um eine App aus der Liste des BfArM zu nutzen, reichen Sie uns einfach Ihr Rezept ein, wir prüfen dann kurz, und Sie bekommen auf postalischem Weg oder auch über unsere Online-Geschäftsstelle Meine R+V BKK einen Freischaltcode für die entsprechende App. Kosten entstehen Ihnen hierbei keine. Eine Zuzahlung, wie man sie von Medikamenten kennt, ist nicht erforderlich.

Falls Sie jedoch eine App selbst ohne Rezept kaufen oder zusätzliche Funktionen einer App buchen, die nicht Teil der ärztlichen Verordnung sind, übernehmen wir in beiden Fällen diese Kosten nicht.

Was tun, wenn technische Störungen auftreten?

Gibt es Störungen oder funktioniert eine App nicht, ist der Anbieter selbst zu kontaktieren. Die Kontaktdaten finden sich im DiGA-Verzeichnis. Dieser stellt bei Bedarf kostenlose Hilfe zur Verfügung.