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Interventionelle Rückenschmerztherapie

Als interventionell bezeichnet man Diagnose- oder Therapieverfahren, bei denen – im Gegensatz zum konservativen Vorgehen – gezielte Eingriffe (Interventionen) vorgenommen werden, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Haben Sie akute oder chronische Schmerzen an der Hals‐, Brust‐ oder Lendenwirbelsäule, etwa nach einem Bandscheibenvorfall? Dann bietet Ihnen die R+V BKK eine interventionelle Schmerztherapie in den Grönemeyer Instituten für MikroTherapie an den Standorten Berlin, Bochum, Hamburg, Köln‐Leverkusen, München‐Germering und Stuttgart an.

  • Anwendung mikrotherapeutischer und minimal-invasiver Verfahren in der ambulanten Versorgung gemäß der Mikrotherapieverfahren nach Prof. Dr. Grönemeyer
  • Vermeidung einer weiteren Chronifizierung der vorliegenden Schmerzerkrankung bis hin zum Eintritt von Pflegebedürftigkeit
  • Reduzierung der Behandlungsdauer
  • Optimierung der qualitätsgesicherten Versorgung
  • Vermeidung nicht notwendiger stationärer Leistungen oder deren Ersatz
  • Systematische Koordination Ihrer Behandlung

Anspruch auf Leistungen nach diesem Vertrag haben Versicherte der R+V BKK, die unter Rückenschmerzen leiden und im Sinne der „Nationalen Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz“ folgende Probleme haben:

  • Psychosoziale Risikofaktoren, von denen bekannt ist, dass sie wichtige Merkmale zur Vorhersage chronischer Verläufe darstellen (z. B. pessimistische Einstellung gegenüber dem Verlauf der Rückenschmerzen, Rückzugsverhalten, Schmerzvermeidungsverhalten, Neigung zu depressiven Verstimmungen, ungünstige Diagnose- und Therapieerfahrungen, häufige Arbeitsunfähigkeit, dauernde Beeinträchtigung der Lebensqualität).
  • Mindestens subakuter Schmerz mit Missempfindungen und Kreuzschmerzen, der bereits seit mindestens sechs Wochen (bei Lähmungen und Inkontinenz u. ä. mindestens vier Wochen) anhält ohne Erfolg einer unimodalen Therapie.
  • Drohende Gefahr der Chronifizierung oder umkehrbare chronische Schmerzen.
  • Akute Bandscheibenproblematiken (Prolaps oder starke Protrusion), Verengung des Kanals in der Wirbelsäule (dekompensierte Spinalkanalstenose) und vermeidbare OP-Indikationen.

Sie können die Leistungen in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt und/oder einem Arzt des Grönemeyer Instituts in Anspruch nehmen.

In einem persönlichen Gespräch klärt ein Arzt Sie umfassend über den Eingriff, die Lokalanästhesie sowie die damit verbundenen Risiken auf. Bitte bringen Sie zu diesem Erstgespräch alle vorhandenen diagnostischen Vorbefunde und radiologischen Bilder (MRT und Röntgen) mit.

Nach dem Erstgespräch erklären Sie Ihre freiwillige Teilnahme an dem Vertrag durch eine schriftliche Teilnahmeerklärung.

Nach Abschluss der Behandlung übernimmt Ihr Haus‐ oder Facharzt die Nachsorge. Falls nach dem Eingriff Komplikationen oder behandlungsbedürftige Beschwerden auftreten sollten, wenden Sie sich bitte direkt an Ihr Grönemeyer Institut.

Ärzte verschiedener Fachrichtungen erarbeiten Ihren individuellen Therapieplan bei Rückenschmerzen

Im Mittelpunkt der Arbeit im Rückenzentrum der Grönemeyer Institute steht der einzelne Versicherte mit seinen individuellen Bedürfnissen und Beschwerden. Damit die Grönemeyer Institute Ihre Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen und damit verbundene Rückenschmerzen schnell und nachhaltig behandeln können, arbeiten sie mit mikrotherapeutischen Ansätzen sowie speziellen Verfahren der Schmerztherapie. Der Vorteil mikrotherapeutischer Ansätze ist, dass damit häufig aufwendige Operationen vermieden werden können.

Interdisziplinär

In einem interdisziplinären Team, bestehend aus Radiologen, Schmerztherapeuten, Orthopäden, Neurochirurgen, Anästhesisten, Neurologen, Krankengymnasten sowie Osteopathen, analysiert das Team vom Grönemeyer Institut Ihr klinisches Beschwerdebild. Es werden radiologische Befunde erhoben, wo es erforderlich ist. Gemeinsam entwickelt das Team dann für Sie einen individuellen Therapieplan gegen Rückenschmerzen, den sie ausführlich erläutern und besprechen. Die Diagnostik und die Therapien können meist am gleichen Tag beginnen.

„MICRO IS MORE”

Die Behandlung von Rückenschmerzen wird flankiert von physiotherapeutischen, orthopädischen, medikamentösen und anderen Verfahren. Dabei verfolgen die Grönemeyer Institute das Ziel, den Schmerzauslöser nach Möglichkeit direkt unter Einsatz minimal- und microinvasiver Maßnahmen zu behandeln. Sie handeln nach der Devise „micro is more“; der Behandlungspfad geht immer von leicht nach schwer.

Da die Grönemeyer Institute eine ganzheitliche Behandlungsform verfolgen, haben sie ihr mikrotherapeutisches Konzept wie folgt definiert:

  • Moderne klinische und radiologische Diagnostik unter Einbeziehung erfahrener Spezialisten aus der Schmerztherapie, Orthopädie, Neurochirurgie, Neurologie, Sportmedizin, Anästhesie und Radiologie.
  • Mikrotherapeutische Verfahren, die je nach Krankheitsbild sehr unterschiedlich aussehen werden.
  • Krankengymnastik im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe.

Regionale Versorgungsangebote

Um Sie optimal zu versorgen, schließen wir Verträge mit Leistungserbringern in ganz Deutschland ab. Leider sind manche der sehr hochwertigen Angebote nur regional verfügbar. Auf die Verfügbarkeit können wir leider keinen Einfluss nehmen.

Seien Sie aber versichert, dass wir uns stets bemühen, Ihnen auch Angebote in Ihrer Nähe bereitzustellen.